Kitas am Limit - Appell von 150 Wissenschaftler*innen an die Politik

Die Sprach-Kitas sind nur die Spitze des Eisbergs. Lest selbst:

Hier zum Download



 

#SprachKitasRetten

 

Liebe Kolleg*innen,

 

die Unterschriften-Listen für die Bundestags-Petition mit dem Ziel der Fortführung und Verstetigung der Sprach-Kitas sind da!

 

Ab jetzt können Kolleg*innen, Eltern, Freunde, Oma, Opa, Tante und Onkel die Petition unterschreiben!

 

Eingereicht wurde sie, nach einer Koordinierung bundesweiter Sprach-Kita-Akteur*innen, von der Petentin Wenke Stadach.

 

Werden insgesamt 50.000 Unterschriften erreicht, ist der Petitionsausschuss des Bundestages verpflichtet eine Anhörung zu unserem Anliegen einzuberufen. Für die Anhörung müssen die zuständigen Ministerien Rede und Antwort stehen.

 

Bitte beachten:

  • Entweder analog auf den angehängten Unterschriftenlisten oder digital unterschreiben, denn bei doppelter Unterschrift wird die Stimme ungültig.
    (Der Link zur digitalen Unterzeichnung folgt demnächst, da er vom Petitionsausschuss noch generiert wird)

 

Hier sind die offiziellen Listen zum analogen Unterschreiben:

Wer sich weiter über die Kampagne und Petition #Sprachkitasretten informieren oder beteiligen möchte, kann sich am 16. August 2022, 20 Uhr zum 1. digitalen Treffen aller Sprach-Kitas einwählen (s. Einladung zum Download).

 

Also, lasst uns unsere Sprach-Kitas retten!



AKEELA, A. (2022)

„Vernetzt mit … - Netzwerke bereichern die Kita und entlasten die Leitung“ 1/6

Kindergarten heute - das Leitungsheft, Ausgabe 3_22

Link zum Artikel


Sprach-Kitas müssen bleiben,

weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist.

 

Bitte unterzeichnet die Petition bei change.org.

Das Bundesprogramm Sprache -Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist, unterstützt Kinder durch alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien am Alltag teilzuhaben und ihnen Bildungschancen gezielt zu kommen zu lassen. 

 

Nun wurden die Länder über die Pläne des Bundesfamilienministeriums informiert, das Programm «Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist» zu beenden. 

Eine Streichung des Programms wäre eine Katastrophe für die Kitalandschaft und damit auch für die frühkindliche Bildung, die abgesehen vom Fachkräftemangel auch mit der Aufarbeitung von Bildungslücken durch die Corona-Pandemie zu kämpfen hat.

 

Bild: https://sprach-kitas.plattform-spi.de/


Einladung zum Teilen unserer Utopien

Im Laufe unseres Leben erleben wir erfüllende Momente, die uns stärken unser Leben aktiv zu gestalten.
Wir erleben auch Einseitigkeiten, Benachteiligungen und Ungerechtigkeiten, die uns in unserer Lebensgestaltung begrenzen und behindern.

Unsere eigene Position in der Gesellschaft bestimmt, ob wir selbst betroffen sind oder über Privilegien verfügen, bestimmte Diskriminierungen nicht zu erfahren.
Sie sind einfach nicht Teil unserer Normalität.

Schon in der frühen Kindheit entwickeln wir unser moralisches Denken - entlang unserer ganz persönlichen Lebenserfahrungen.
Dabei entwickeln wir unsere Vorstellungen, wie eine gerechte Welt für uns aussieht.

Im Laufe des weiteren Lebens passen wir dieses Weltbild an die gesellschaftliche Realität an. Wir erleben Grenzen und Barrieren im Miteinander. Wir begegnen Menschen mit anderen Perspektiven.
So entwickelt sich unsere persönliche Vision für eine gerechte Welt.

  • Welche Vision hast Du für eine gerechte Welt?
  • Welche Sichtweisen sind Dir persönlich wichtig?
  • Welche Perspektiven teilst Du mit Kindern und Erwachsenen in Deinem Mikrokosmos / Globe / Deiner Bubble?
  • Was ist Dir wichtig für die Zukunft unserer Kinder?
  • Was willst Du dazu beitragen?

Intervenieren in der Kita

s. auch instagram Post

Im entscheidenden Moment zu Intervenieren braucht Training  - genauso wie wir einen Muskel trainieren, um ihn aufzubauen.

Diskriminierung ist eine Realität: Menschen werden mit Verweis auf Gruppenzugehörigkeiten und zugeschriebene Identitätsmerkmale abgewertet, ausgegrenzt, benachteiligt. Diskriminierung betrifft auch die Kinder und Erwachsenen in der Kita. Vielfach geschieht sie unbewusst oder unbeabsichtigt.

Als Erwachsene und besonders als Pädagog*innen sind wir verantwortlich uns zu reflektieren und gegenseitig auf diskriminierendes Verhalten aufmerksam zu machen.

Du beobachtest, dass ein Kind, eine Bezugsperson oder ein*e Kolleg*in in der Kita diskriminiert wird:

1. Ausgegrenzter oder beschämter Person zuwenden und bestärken.
2.  Ausgrenzendes Verhalten sachlich kritisieren, ohne die diskriminierende Person vorzuführen.
3. Klaren Standpunkt unaufgeregt vertreten und erklären, was an der Ausgrenzung aus Deiner Sicht ungerecht ist.
Für eine zukünftige Prävention Folgeaktivitäten zu den Themen anbieten, die Anlass für die Intervention waren - mit den Kindern, der Elternschaft oder im Team.

Besonders für Kinder ist das Intervenieren in der konkreten Situation wichtig: Sie hören und erfahren, dass jemand für sie einsteht. Deshalb die Punkte 1 und 2 vor dem betroffenen Kind!!!

Unter Erwachsenen kann in einem Zweiergespräch das Erklären der Standpunkte aus beiden Perspektive,  3. Punkt, in einem späteren, ruhigen Moment erfolgen.

Mit Kindern und Erwachsenen ausgehend von den Gemeinsamkeiten die Gleichwürdigkeit der Unterschiede zu erkennen hilft Vorurteilen und Diskriminierungen vorzubeugen.

nach Arbeitsmaterialien der Fachstelle Kinderwelten/ISTA: Intervenieren mit Kindern, Intervenieren mit Erwachsenen.


Stolpersteine sind Entwicklungsfragen 

 

Jeder Prozess, jedes Projekt, jede Veränderung braucht Momente des Innehaltens. Was wollen wir erreichen? Welche Ziele sind uns wichtig? Was haben wir dafür umgesetzt? Woran erkennen wir das in unserer Praxis?

 

 Beim Sammeln der Erfolge fallen uns auch die Momente ein, die es uns schwer machen. Hürden, die uns ausbremsen, Barrieren, die unüberwindbar scheinen und Umwege, die wir gehen, um unsere Ziele weiterverfolgen zu können.

 

Gern nennen wir diese Situationen "Stolpersteine".

 

Stolpern und deshalb vielleicht sogar Hinfallen kann schmerzen und demotivieren

 

Um solche Hürden konstruktiv für den weiteren Prozess zu nutzen können hilft es sie als Entwicklungsfragen anzunehmen. Was können wir tun, um die konkreten Stolpersteine aus dem Weg zu räumen, Hindernisse zu überwinden, Barrieren abzubauen? Sie zeigen uns, an welchen Stellen wir unsere Ziele weiterentwickeln können.


Antidiskriminierung in der Kita verankern

Das neue Kinderwelten-Info ist da!

 

Ein wichtiger Beitrag, um aktiv unserer Verantwortung und dem gesetzlichen pädagogischen Auftrag nachzukommen und so die Kinderrechte und den Kinderschutz in Bildungseinrichtungen zu stärken.

Hoffentlich erreicht er auch die Menschen, die dazu Entscheidungen treffen und die Rahmenbedingungen gestalten.

 

Wir können viel dafür bewegen. Es braucht den Willen dazu.               Hier downloaden

 

Danke an Petra Wagner und die Kolleg*innen der Fachstelle, durch die mein Text gewachsen ist.


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_andauernden_Kriege_und_bewaffneten_Konflikte

 

Zwei Monate Krieg

 

Zu Beginn wurde überall Empörung, Betroffenheit und Angst zum Ausdruck gebracht. Mir hat das erstmal die Sprache verschlagen. Weshalb kam es zu diesen massiven Reaktionen. Alle diese Empfindungen und Äußerungen sind berechtigt und wichtig. Doch gleichzeitig stellte sich mir die Frage: „Ist Krieg etwas Neues?“

 

"Es ist immer Krieg." Seit Jahrzehnten machen wir uns Sorgen um unsere Verwandten und Freund:innen in Konfliktregionen außerhalb Deutschlands. Und beobachten, dass Menschen hierzulande sehr wenig davon mitbekommen und Medien, wenn überhaupt, verkürzt und verzerrt darüber berichten. Zerstörung von Häusern, Raketenbeschuss, stundenweise Strom und Wasser, knappe Lebensmittel, Ausgangssperren, keine Fluchtmöglichkeit, Gewalt und Schikane durch Militärs ist in vielen Gebieten auf der Welt Alltag, zum Teil seit vielen Jahrzehnten. Das ist die Realität. Unsere Kinder sind damit groß geworden Angst, um ihre Familie zu haben. „Krieg ist nichts Neues.“ für uns.

 

Im weiteren Verlauf zu erkennen, dass der Umgang mit den Menschen, die nach Deutschland fliehen, unterschiedlich bewertet und gestaltet wird, je nachdem woher sie kommen, verletzt. Gerechtigkeit sieht anders aus.

 

Kinder, die in diesen Kriegen aufwachsen, direkt vor Ort oder im Exil, leiden. Wie sollen sie Frieden in ihre Zukunft tragen, wenn sie erleben, wie Menschenverachtung, Genozide und Gewalt zu ihrem Alltag dazugehören. Manchmal seit vielen Generationen. Die Ohnmacht nicht wirklich etwas gegen die sinnlose Gewalt und den Machtmissbrauch tun zu können, wo immer er stattfindet, ist schwer auszuhalten.

 

Solange unsere Entscheidungstragenden so wenig zum Frieden beitragen, werden wir mit unseren Kindern über Kriege, Gewalt, Ungerechtigkeit und Rassismus sprechen müssen.

 

Ein klein wenig Hoffnung gibt nur, das (in meiner Bubble) wachsende Bewusstsein für diese Ungerechtigkeiten und die lauter werdenden Forderungen nach politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die ein friedliches und gerechtes Miteinander ermöglichen.



Perspektivwechsel für

Kinderrechte

 

Aus Sicht der Erwachsenen brauchen junge Kinder unseren Schutz, unsere Fürsorge und ihre die Beteiligung an allen Entscheidungen, die sie persönlich betreffen.

 

„Jedes Kind kann das alleine tun, was es alleine tun kann. Aber es wird von den Erwachsenen dabei nicht alleine gelassen!“ (unbelegte Quelle)

 

In einer Umbruchsituation während der Belastungen und Engpässen durch Corona als Kollegium mitten im Leitungswechsel zu stehen, heißt Abschied nehmen, Rollenfindung und Teamorientierung.

Gleichzeitig läuft im Alltag der Kontakt mit den Kindern und ihren Familien und die pädagogische Praxis weiter. Bei all dem offen zu bleiben für ein zweitägiges Folgeseminar, mit Selbst- und Praxisreflexion, Wissenserweiterung und Anregungen ist professionell und bedeutet, dass das Team begonnene Wege gemeinsam weiter gehen ‚will‘. So wird der Austausch noch bedeutender und wertvoller.

 

Kinderrechte, Partizipation und Beschwerdekultur in kollegialer Fallberatung waren unsere Themen. Danke, dass ich Euch ein Stück begleiten und mich willkommen fühlen konnte.


 

 

 

Mit dem Kitateam eines Bildungshauses (also Kita, Schule und Hort an einem Ort in Kooperation) durfte ich einen dritten Studientag zur vorurteilsbewussten Team- und Kita-Entwicklung gestalten. Nach den zwei Tagen im Herbst 2021 wollte das Team seine Feedback-Kultur und Partizipationsprozesse in den Blick nehmen.

 

 

Dabei ist uns deutlich geworden, dass den Kindern Beteiligung, Teilhabe und Teilnahme umso besser ermöglicht werden kann, je konkreter alle Kolleg:innen miteinander zu ihrer Partizipationskultur ins Gespräch, den Austausch gehen.
Jede:r bringt ihre eigenen biografischen Erfahrungen mit. Vertrauen in die Kinder und ins Team, samt Leitung, lassen uns Veränderungen in der Partizipationspraxis gestalten (und aushalten).
Die Be(ob)achtung der kindlichen Bildungsmomente, in der Wahrnehmung von Bedürfnissen, Gefühlen und Ausdrucksformen wird erst im Team die Basis für partizipatives Handeln. So kann es selbst die Eltern/Bezugspersonen ins Boot holen.

 

Ich habe an diesem Tag ein Team begleitet, das sich auf den Weg gemacht hat und jede:r Einzelne Partizipation als Aufgabe für sich annimmt. Danke, dass ein paar Impulse dazu beisteuern durfte.


 

Beschwerdeverfahren für Kinder

 

Das E-Learning-Angebot ist frei zugänglich und kostenlos abrufbar unter www.fruehe-demokratiebildung.de im Rahmen des E-Learning-Angebots: 'Partizipation und Demokratiebildung in der Kindertagesbetreuung'.

 

 

Der Kurs kann jederzeit begonnen und im eigenen Tempo absolviert werden. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Nach der einmaligen Registrierung kann man sich mit dem selbst gewählten Namen und Passwort auf der Webseite einloggen.

 

Weitere Links im Projekt 'Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung' zum Thema Partizipation in der Kita und Tagespflege.